Saltar al contenido
PodcastsCultura y sociedadDer Soundtrack meines Lebens

Der Soundtrack meines Lebens

VISIONS
Der Soundtrack meines Lebens
Último episodio

149 episodios

  • Der Soundtrack meines Lebens

    Reinhold Heil

    07/10/2026 | 4 h 10 min
    Reinhold Heil warnt vorab, dass man ihn gelegentlich ausbremsen müsse. Sein ADHS sorgt dafür, dass er sich im Gespräch sonst nicht zurücknimmt. Aber: Er muss nicht gebremst werden, denn "Der Soundtrack meines Lebens" ist auch dafür da, ausschweifend Einblick ins musikalische Leben seiner Gäste zu geben.

    Das von Heil ist ein ungemein eklektisches. 1954 kommt er im hessischen Schlüchtern zur Welt. Als Schüler entdeckt er das Klavier, dann, Ende der 60er neu und teuer, die Hammond-Orgel. Seine lässt er modifizieren.

    Durch Vaters Elektrogeschäft hat er Zugang zu den neuesten Platten. Seine erste: "Open" von Julie Driscoll & Brian Auger.

    Kirchliche Orgelmusik wird von Prog- und Art-Rock abgelöst. 1973 geht er nach Berlin. Er will Diplom-Tonmeister werden, macht weiterhin Musik als Keyboarder der Jazzrock-Band Bakmak.

    Dann landet er Ende der 70er in der Nina Hagen Band, die nahtlos zu Spliff wird. Für die schreibt er für das essenzielle NDW-Album "85555" den großen Hit "Carbonara", und alle: "e una Coca Cola".

    Als Tonmeister agiert er aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen: im Studio. Er arbeitet mit Nena, Rio Reiser, Marianne Rosenberg, Rainbirds und Falco, prägt auch so die NDW mit.

    Mit seiner Partnerin Rosa Precht macht er als Cosa Rosa Musik, bis zu ihrem Tode. Eine schwere Phase für Heil, der 1997 Deutschland gen Santa Barbara verlässt, wo er ein neues Studio aufbaut.

    Ab jetzt kümmert er sich vermehrt um Soundtrack-Arbeiten, gerne im Verbund mit Johnny Klimek und Tom Tykwer. Zusammen entsteht etwa die Musik zum 90s-Kracher "Lola rennt". Einen Grimme Preis bekommt er 2016 für "Deutschland 83".

    Im Gespräch klärt Heil darüber auf, warum "Taxi Driver" von Bernhard Herrmann, "Alien" von Jerry Goldsmith und "Blade Runner" von Vangelis seine liebsten Soundtracks sind. Außerdem erfahren wir, warum mit "The Electric Heidiland“ 30 Jahre nach seinem Entstehen endlich sein erstes Soloalbum erscheint.
    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
  • Der Soundtrack meines Lebens

    J Mascis

    23/09/2026 | 1 h 47 min
    Er gilt als schwierig im Interview. Dabei ist J Mascis einfach nur der entspannteste aller Interviewpartner.

    Unprätentiös reflektiert er nicht andauernd seine Kunst oder sich selbst. Deshalb gibt es von ihm gelegentlich die Antwort: "I never thought about that." Doch stellt man Mascis spezifische Fragen, idealerweise zu Musik, Lieblingsbands und Gitarren, weist er sich als ausgemachter Nerd aus. Einer, der an einem heißen Juni-Tag in einem kühlen Kellerraum in Redelaune ist, ja; vielleicht ist dieses Interview mit knapp über 100 Minuten sein längstes.

    Mascis ist auf PR-Besuch in seiner zweiten Heimat Berlin-Kreuzberg. Seine Band Dinosaur Jr. hat das 13. Album "There Near" in den Startlöchern.

    Bevor er dank dieser Band an die ungewöhnliche Position eines waschechten Indierock-Gitarrenhelden aufsteigt, spielt er Schlagzeug in der Hardcore-Band Deep Wound. Die gründet der Sohn eines singenden Zahnarztes mit italienischen Wurzeln Anfang der 80er in seiner Heimat Amherst, Massachusetts.

    Als die Teenager-Band nach zwei Jahren zerbricht, machen Bassist Lou Barlow und Mascis als Dinosaur weiter. Mascis wechselt an die Gitarre, schreibt Songs, die alles vereinen, was er liebt: Hardcore, Punk, Country, Metal. Eine eigenständige wie eigenartige Band, die in der Folge den US-Underground und die 90s-Alternative-Generation maßgeblich prägt.

    Schon als Kind ist Mascis vernarrt in die Beatles und die Beach Boys. 1996 erweist er mit dem Song "Take A Run At The Sun" Brian Wilson seine Reminiszenz.

    Dabei sind die Rolling Stones seine liebste Band, ever. Und für die vielleicht beste 7-Inch hält er die eine, die die Sonic's Rendezvous Band veröffentlicht hat.

    Im Podcast redet Mascis auch darüber, warum Dinosaur Jr. einst The Cures Pop-Hit "Just Like Heaven" covern, und der Song so abrupt abbricht. Es geht um Noise und Lautstärke, aber auch um seine zarten Coverversionen von Elyse Weinberg und Mazzy Star.
    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
  • Der Soundtrack meines Lebens

    Finian Greenall

    09/09/2026 | 3 h 16 min
    Finian Greenall besitzt in Sachen Musik die sieben Leben einer Katze. Kein Gast in "Der Soundtrack meines Lebens" hat das Business aus derart vielen Perspektiven heraus betrachtet.

    Greenall kommt 1972 in Cornwall zur Welt, wächst im Bristol der 80er auf. Seine Eltern sind Folkies, Live-Musik im heimischen Wohnzimmer keine Seltenheit. Das übt Einfluss auf Greenall aus.

    Aber als Teenager interessiert ihn die Skate- und HipHop-Kultur dann doch mehr. Vor allem elektronische Musik. In Bristol ist er da gut aufgehoben, wird Teil der Rave-Kultur, ist beim Heyday von TripHop und Drum'n'Bass dabei und versucht sich bald mit erstem Equipment selbst als Musiker.

    Mehr schlecht als recht, findet Greenall heute. Aber er hat Glück, wird von einem Londoner Label gesignt. In die große Metropole zieht er nach dem Studium in Leeds Mitte der 90er. Er arbeitet fortan nicht nur als DJ, Remixer und Produzent, sondern auch für verschiedene Labels - Source, Virgin, Def Jam, Sony... Im Gespräch berichtet er davon, wie er DJs bemustert und mit Plattenläden kooperiert, aber auch, was sich in den 00er Jahren ändert.

    1998 taucht Greenall erstmals als Fink auf "Ninja Cuts: Funkungfusion" auf - einer Compilation des renommierten Electro-Labels Ninja Tune, mit dem er gute anderthalb Jahrzehnte eine fruchtbare Partnerschaft eingeht.

    Und dass, obwohl sich Fink um 2005 herum musikalisch ganz neu aufstellt - mit "acoustic soul", einer Folk-Spielart, in der Soul, Jazz und Blues durchschimmern. Sein Projekt Fink hat er bereits in diverse Formen durchdekliniert - von Remixen bis Orchesterbegleitung.

    Mit "The City Is Coming To Erase It All" ist Anfang Juni sein neuntes Studioalbum erschienen. Studioalbum muss man dazusagen, da Fink noch mal fast ein Dutzend Live-, Instrumental- und Session-Platten veröffentlicht hat.

    Über all seine Abenteuer, das Erlebte und sein Leben in Berlin berichtet Greenall ausführlich in über drei Stunden.
    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
  • Der Soundtrack meines Lebens

    Nick DiSalvo

    26/08/2026 | 2 h 4 min
    In den vergangenen etwa zehn Jahren hat es sich Nick DiSalvo schön in Berlin eingerichtet, sein "home away from home". Hier lebt er mit seiner Frau Giulia Piras (The Dharma Chain), hier sind mittlerweile drei Viertel seiner Prog-Metal-Band Elder ansässig und die vielen kreativen Köpfe, die DiSalvo hinter seinem krautigen Projekt Delving und den nicht weniger krautigen Weite versammelt, und die sich auch um Artworks, Fotos und die Produktion kümmern.

    DiSalvo kommt 1989 in Ann Arbor, Michigan zur Welt, wächst in Portland, Seattle und schließlich in der Nähe von Boston auf.

    Aber er ist abenteuerlustig, verbringt einen Schüleraustausch in Deutschland, studiert und arbeitet in Freiburg und Essen. Parallel gründet er mit 17, also 2006, die Band Elder. Damals noch angesiedelt zwischen Doom, Stoner und Sludge. Spätestens auf dem dritten Album "Lore" (2015) gewinnt die Musik seiner Band eine neue Dimension.

    Mittlerweile spielen Elder auf großen Bühnen, headlinen einschlägige Festivals und gehen für Tool als Support in Nordamerika auf Tour. Immerhin sind Schlagzeuger Danny Carey und seine Frau große Elder-Fans.

    Sozialisiert wurde DiSalvo aber erstmal mit Punk und Hardcore durch seinen älteren Bruder. Er spielt mit elf erstmal Schlagzeug. Bei Elder wird er Sänger und Gitarrist - und längst hat er sich auch mit (analogen) Synthesizern auseinandergesetzt.

    Aber vorher waren zunächst Manowar angesagt, die er als junger Teen zusammen mit Jack Donovan - Bassist von Elder - live gesehen hat. "Ich bin bei Metal von einem Genre zum nächsten gesprungen, bin immer extremer geworden", sagt Nick DiSalvo im zweistündigen Gespräch für "Der Soundtrack meines Lebens".

    Darin berichtet er, warum er ausgewandert ist, wie es ist, mit Tool durch große Arenen zu touren, dass bei ihm in den 00er Jahren auch Aphex Twin, Red Snapper und Squarepusher auf dem Plattenteller rotieren und warum er Dungen so schätzt.
    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
  • Der Soundtrack meines Lebens

    Heike Rädeker

    12/08/2026 | 2 h 33 min
    New York hat Kim Gordon, Montreal hat Melissa Auf der Maur: Berlin hat Heike Rädeker. Seit den frühen 90ern wandelt sie zwischen Indie und Alternative, Shoegaze und Noiserock. Zuerst mit dem Trio 18th Dye, später mit Evonike, Levent, Metal Ghost, Wuhling, 2 By Bukowski und gegenwärtig mit Voodoo Beach.

    Manchmal auch als Kooperationspartnerin oder helfende Hand bei The Brian Jonestown Massacre, Mondo Fumatore und momentan als Elternzeitvertretung bei 24/7 Diva Heaven.

    Rädekers Leben ist von Anfang an vom Wandel bestimmt. Mit vier zieht sie mit ihren Eltern 1973 von Dortmund nach Santiago de Chile, wo sie zur Schule geht, bis die Eltern sich trennen. Mit ihrer Mama geht es zu den Großeltern nach Dänemark, wo sie bald auf die passenden Freunde stößt, mit denen sie am Ende in einer Band ist.

    18th Dye werden gar vom US-Indie Matador gesignt, nehmen mit dem legendären Produzenten Steve Albini (Nirvanas "In Utero") auf und gleich mehrere Sessions für BBC-DJ-Ikone John Peel. Rädeker überzeugt nebenbei in der Audition als Live-Bassistin für The Jesus And Mary Chain, muss wegen eigener Bandpläne allerdings absagen.

    Als sie in Berlin sesshaft wird, bereichert sie fortan die dortige Indie- und DIY-Szene - kommt mit Booking-Agent Dirq Niemann zusammen, wird Mutter und verkauft eine Weile dänisches Mobiliar. Mittlerweile hat sie mit Guitar Repairs einen eigenen Shop, in dem die Super-Nerdin kaputtes Instrumentarium wieder flott macht. Ihr Gesellinnenstück ist ihr einzigartiger, sechssaitiger Custom-Bass.

    Was den auszeichnet ist nur eine von vielen Geschichten und Anekdoten, von denen Rädeker berichten kann, denn sie hat das Musik-Business von diversen Seiten einmal durchgespielt und ist, man muss es so sagen, zu einer verdammten Legende geworden.

    Eine geerdete, immer gut gekleidet, immer mit einer Story auf den Lippen. Viele, teils erstaunliche, lustige werden in gut zweieinhalb Stunden im Podcast "Der Soundtrack meines Lebens" ausgebreitet.
    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Más podcasts de Cultura y sociedad
Acerca de Der Soundtrack meines Lebens
VISIONS-Redakteur Jan Schwarzkamp nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch das musikalische Leben seiner Gäste. Die fällt mal nerdig, mal erhellend und immer persönlich aus. Ein Austausch zu Popkultur im Allgemeinen und ein Blick auf das Leben unserer Gäste durch die Linse der Musik im Speziellen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Sitio web del podcast

Escucha Der Soundtrack meines Lebens, ROCA PROJECT y muchos más podcasts de todo el mundo con la aplicación de radio.es

Descarga la app gratuita: radio.es

  • Añadir radios y podcasts a favoritos
  • Transmisión por Wi-Fi y Bluetooth
  • Carplay & Android Auto compatible
  • Muchas otras funciones de la app
Der Soundtrack meines Lebens: Podcasts del grupo