Was passiert, wenn man Reichweite in echtes Business verwandelt und dabei alles falsch und dann wieder richtig macht? Niclas Kroll ist Gründer, Creator Manager, Influencer und Co-Founder des Fashion Labels OH APRIL, das er gemeinsam mit seiner Frau Carmen, bekannt als Carmuschka, aufgebaut hat. Im Gespräch mit Sven Rittau gibt er einen schonungslos ehrlichen Einblick in zehn Jahre Creator Economy: von den wilden Anfängen im Wilder-Westen-2016-Instagram bis hin zu einer Fashion Brand mit 40 Mitarbeitenden, Handelspartnern wie Zalando, About You und der KaDeWe-Gruppe und dem ständigen Balanceakt zwischen Community, Handel und Kreativität.
Die Episode erzählt keine Erfolgsgeschichte ohne Tiefpunkte. Es geht um einen Buyout des Co-Founders mitten in der Krise, eine Pre-Order, die über eine Million Euro einspielte und fast im Chaos endete, und die Frage, wie man ein Social-First Brand wirklich skaliert, ohne sich selbst zu verlieren.
Die Themen der Folge:
Creator Management als Geschäftsmodell: Wie Niclas mit seiner Kölner Agentur zehn Creator betreut, warum sie bewusst auf Performance- statt Awareness-Creator setzen und weshalb ein homogenes Netzwerk (9 von 10 Creator sind Mütter) echte Synergien im Brand-Partnering schafft.
Von Affiliate zu eigenem Label: Warum Carmens Stärke als Fashion-Verkäuferin der Gründungsimpuls für OH APRIL war und wie der erste Drop, ein Pre-Order-Sweater mit über einer Million Euro Umsatz, gleichzeitig fast zur Katastrophe wurde.
Handel als Turnaround-Hebel: Wie die Entscheidung, in den stationären Handel einzusteigen, OH APRIL vom Influencer-Label zur ernstzunehmenden Modemarke gemacht hat – mit 150 Stores, Kollabos bei Breuninger und exklusiven Styles für Zalando und About You.
Daten, Trends und Bauchgefühl: Wie OH APRIL KI-basiertes Trend-Forecasting mit Carmens Instinkt kombiniert – und warum der Polka-Dot-Fehler, gegen den Carmen erst war, einer der meistverkauften Styles wurde.
Die Creator-Zukunft: Niclas' drei Hot Takes, welche Strategien heute noch funktionieren – von der klaren Nische über das Reiten auf Meta-Plattformwellen bis hin zur Gegenbewegung: Live-Content als letztes Format, das KI (noch) nicht ersetzen kann.
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