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Angelesen! Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

ZMSBw - Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Angelesen! Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
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  • Angelesen! Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

    Armee der Einheit

    16/04/2026
    In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch Armee der Einheit? Deutsche Streitkräfte zwischen Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung vor.

    Der Militärhistoriker Matthias Rogg zeichnet in seinem Werk präzise und minutiös den Weg zur Armee der Einheit nach.

    Unerwartete Chance und große Aufgaben

    Die gänzlich unerwartete Chance, 1990 die Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit zu verwirklichen, stellte die Bundeswehr vor große, historisch beispiellose Aufgaben: Die 90 000 Angehörigen der Nationalen Volksarmee der ehemaligen DDR mussten in die Reihen der Bundeswehr eingegliedert und anschließend zügig entschieden werden, wer von ihnen eine langfristige Dienstperspektive in der Bundeswehr haben könnte.

    Übernahme ehemaliger NVA-Soldaten

    Der Charakter der NVA als militärisches Repressionsinstrument der SED-Diktatur machte dabei die massenhafte Übernahme früherer NVA-Soldaten unwahrscheinlich. Eine Karriere in der NVA hatte nur SED-Mitgliedern offen gestanden. Die Zahl der inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit in den Reihen der NVA war sehr hoch gewesen. Schlussendlich wurden nach gründlicher Prüfung 10 800 ehemalige NVA-Angehörige in die Bundeswehr übernommen.

    Armee der Einheit und Deutsche Einheit

    Die in der Bundeswehr übliche hohe Mobilität und die Verlegung vieler Bundeswehr-Dienststellen in die neuen Bundesländer sorgten dafür, dass nach 1990 viele Soldaten aus West- und Ostdeutschland den jeweils anderen Teil des vormals geteilten Landes kennenlernten. So trug die Armee der Einheit erheblich dazu bei, den Prozess der Deutschen Einheit zu fördern.

    Der Militärhistoriker Oberst i. G. Prof. Dr. Matthias Rogg lehrt derzeit am U.S. Army War College in Carlisle, PA, im Department of Military Strategy, Planning and Operations. Er war zuvor Direktor Strategische Studien und Forschung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie von 2010 bis 2017 Gründungsdirektor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.

    Artikeltext: Christoph Kuhl

    Sprecher: Christoph Jan Longen
  • Angelesen! Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

    State-Building. Die Rolle von Streitkräften am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan.

    19/03/2026 | 11 min
    In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „State-Building. Die Rolle von Streitkräften am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan“ vor. Es erschien 2024 im Nomos Verlag.

    Brigadegeneral a.D. Michael Bartscher war mehrfach in leitenden Verwendungen in Afghanistan eingesetzt. Im vorliegenden Werk, seiner im Jahr 2024 erschienenen Dissertation, befasst er sich mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support

    Analyse des deutschen Beitrags zu ISAF und Resolute Support

    Welche Lehren lassen sich aus der Art und Weise ziehen, in der Bundesregierung und Bundestag institutionell und in der Außendarstellung gegenüber der deutschen Öffentlichkeit mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support umgegangen sind? Auf diese Fragen sucht die vorliegende Arbeit Antworten.

    Auf Basis amtlichen Quellen, der aktuellen Forschungsliteratur sowie von Befragungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Geschäftsbereichen des BMVg und anderer Ministerien, die in Afghanistan tätig waren, liefert das Werk eine profunde Analyse des deutschen Beitrags zu den Einsätzen ISAF und Resolute Support.

    Ergebnisse der detaillierten Betrachtung der Lageentwicklung

    Aus der detaillierten Betrachtung sowohl der Lageentwicklung in Afghanistan als auch der Art und Weise, in der der politische Betrieb in Deutschland mit den Einsätzen umging, leitet der Autor eine Reihe von Empfehlungen ab, die helfen sollen, künftig vergleichbare Einsätze mit besserem Erfolg abzuschließen als die Einsätze in Afghanistan.

    Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl

    Sprecher: Christoph Jan Longen
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    Amerikas langer Arm. Kontroversen um die Nutzung von Grönland im Zweiten Weltkrieg.

    12/02/2026
    Das aus mitteleuropäischer Perspektive abgelegen erscheinende Grönland ist in den Mittelpunkt globaler Aufmerksamkeit gerückt, weil die USA deutlicher als zuvor ihr Interesse an der größten Insel der Welt zum Ausdruck gebracht haben. In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, möchten wir mit dem Werk Buch Amerikas langer Arm. Kontroversen um die Nutzung von Grönland im Zweiten Weltkrieg den historischen Wurzeln der amerikanischen Grönlandpolitik nachspüren.

    Der emeritierte Neuzeithistoriker Lothar Burchardt geht in diesem Werk der Entwicklung der Beziehungen der USA zu Grönland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit des Zweiten Weltkriegs, in der entscheidende Weichenstellungen stattfanden. Bereits 1920 war die US-Regierung den Ambitionen Großbritanniens, Grönland von Dänemark zu kaufen, entschieden entgegengetreten und hatte für den Fall, dass Dänemark verkaufen wolle, ein amerikanisches Vorkaufsrecht beansprucht. In den folgenden Jahrzehnten unternahm Washington aber nichts, um Kopenhagen zum Verkauf zu bewegen.

    Deutsche Besetzung Dänemarks als Übergang zu aktiver Grönlandpolitik

    Die deutsche Besetzung Dänemarks 1940 markierte den Übergang zu einer aktiveren amerikanischen Grönlandpolitik. Die USA unterbanden Bestrebungen Kanadas und Großbritanniens, die Insel zu besetzen und schlossen mit dem dänischen Botschafter in Washington 1941 ein Abkommen, das die Stationierung von US-Truppen auf Grönland erlaubte. Die Verschlechterung der Beziehungen zur Sowjetunion ließ es nach Ende des Zweiten Weltkriegs geraten scheinen, die militärische Präsenz auf Grönland aufrechtzuerhalten.

    „Geopolitischer Greifreflex“

    Der Autor kommt zu dem Fazit, dass die Grönlandpolitik der USA nicht einer ausgearbeiteten Langfriststrategie folgte. Vielmehr nutzte die USA ab 1940 situativ die sich durch die deutsche Besetzung Dänemarks bietende Chance zur Ausdehnung ihres Einflusses auf Grönland.

    Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl

    Sprecher: Christoph Jan Longen
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    Adenauer und die Wiederbewaffnung

    06/01/2026 | 10 min
    In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir aus Anlass zum 150. Geburtstag Konrad Adenauer, am 5. Januar 2026, das Buch von Wolfgang Krieger „Adenauer und die Wiederbewaffnung“ vor. Es erschien im Jahr 2000 im Bouvier Verlag.

    Niemand prägte die junge Bundesrepublik stärker als ihr erster Regierungschef Konrad Adenauer

    Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland übernahm dieses Amt im September 1949 und hatte es bis Oktober 1963 inne. Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik gehörte zu den bedeutenden politischen Leistungen Adenauers, der persönlich keine Erfahrung als Soldat machte. 1876 in Köln geboren, war er zunächst aus gesundheitlichen Gründen von der Wehrpflicht befreit und im Ersten Weltkrieg als Erster Beigeordneter der Stadt Köln vom Wehrdienst freigestellt worden. Offiziere waren in Adenauers Augen Fachleute für technische Fragen des Militärischen. Er vertraute ihrem fachmännischen Urteil auf diesem Gebiet, legte aber größten Wert auf die Unterordnung der militärischen unter die politische Führung. Im Dezember 1949 bot er den Westalliierten einen Beitrag der Bundesrepublik zur Verteidigung Westeuropas an. Dabei leitete ihn einerseits der Wunsch, der jungen Bundesrepublik mehr Gewicht auf der internationalen Bühne zu verleihen, da er Außenpolitik als Machtpolitik verstand, die auf die Dimension des Militärischen nicht verzichten konnte. Andererseits wusste er, dass nur durch einen umfangreichen deutschen Verteidigungsbeitrag ein Ende des alliierten Besatzungsrechts im neuen westdeutschen Staat sowie maßgebliches Mitspracherecht in westlichen Bündnisstrukturen zu erreichen war. Wie diese Strukturen aussehen würden, entschied sich erst Mitte der 1950er Jahre. Frankreich hatte 1950 eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft vorgeschlagen.

    Die gescheiterte Bündnisstruktur und die Alternative

    Eine solche Bündnisstruktur hätte neben der Abschreckungswirkung Richtung Sowjetunion auch Wirkung als Motor der europäischen Einigung entfalten können. 1954 scheiterte sie zum Bedauern Adenauers an fehlender Zustimmung der französischen Nationalversammlung. Als Alternative blieb die Mitgliedschaft in der NATO, die die USA der Bundesrepublik anboten. Auch in diesem Rahmen erreichte Adenauer die Ziele, die er mit der Wiederbewaffnung anstrebte: Die Beziehungen der Bundesrepublik zu den Westalliierten wurden nicht mehr besatzungsrechtlich, sondern vertraglich geregelt. Zudem erlangte die Bundesrepublik erheblichen Einfluss auf die Gestaltung von Politik und militärischer Strategie der NATO.



    Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl

    Sprecher: Christoph Jan Longen
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    Sonderzug nach Moskau. Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990

    18/12/2025
    „Sonderzug nach Moskau“ – so der Titel des Werkes von Bastian Matteo Scianna, dass in dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vorgestellt wird. Dieses Buch beschreibt und analysiert die deutsche Russlandpolitik seit den 1990er Jahren. Es erschien 2024 im Verlag C. H. Beck.

    Der Historiker Bastian Matteo Scianna untersucht detailliert die Russlandpolitik der von Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel geführten Bundesregierungen in der Zeit zwischen 1990 und 2021. Er arbeitet heraus, dass die deutsche Russlandpolitik von der Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen gekennzeichnet war, wobei die Energiewirtschaft einen besonders prominenten Platz einnahm. Man ging – wie eine Reihe weiterer westlicher Länder – von der Überlegung aus, durch möglichst enge wirtschaftliche Verflechtung mit Russland Einfluss auf die russische Politik zu gewinnen. Es zeigte sich dann ab Mitte der 2000er-Jahre immer deutlicher, dass dieses Kalkül nicht aufging, weil Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nur Russland zur Autokratie umbaute, sondern auch nach außen zunehmend aggressiv eine imperialistische Politik verfolgte. Dennoch hielt die Regierung Angela Merkel am Ausbau der Verflechtung fest, die zu einer weitgehenden Abhängigkeit der Bundesrepublik von Erdgaslieferungen aus Russland führte. Die rechtswidrige russische Annexion der Krim 2014 konnte auch keine Kursänderung einleiten. Erst die russische Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 bewirkte in Berlin ein Umdenken.

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Das ZMSBw stellt Bücher zur (Militär-)Geschichte vor
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