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BTS Podcast | Real Stories. Unfiltered.

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  • BTS Podcast | Real Stories. Unfiltered.

    Behind The Fritten mit Co-Gründerin Leonie Schüssler:

    24/05/2026 | 1 h 8 min
    Leonie Schüssler, Co-Gründerin von The Fritten, einer Kreativberatung die seit November am Markt ist. Vorher Strategiechefin Ogilvy Deutschland-Österreich. Davor Cosnova und Henkel.

    Sie hatte nie ein klassisches Karriereziel. Mit 26 rutschte sie bei Zoeva, einem Kosmetik-Startup, in eine Führungsrolle, weil eine Bloggerin ihre Pinsel in einem YouTube-Video benutzte und das Startup über Nacht explodierte. Sie musste Führung von heute auf morgen lernen.
    Was ihr half: sie war mal Türsteherin, da hat sie Menschenkenntnis gelernt. Ihr Leitsatz: wenn der Job mich zum Arschloch macht, ist es nicht mein Job. Vor 15 Jahren wurden Emotionen und Empathie im Business noch nicht groß geschrieben. Sie ist ein sehr emotionaler, empathischer Mensch, ist damit angeeckt, hat es aber beibehalten. Vor zwei Jahren sagte jemand zu ihr: Leonie, du bist total bei dir. Das bei sich bleiben war ein harter Weg. Aber da lag der größte Hebel.
    Führungskräfte-Einsamkeit ist real. Du musst funktionieren, kannst dich nicht mit deinem Team über Sorgen austauschen. Sie hatte eine Phase wo sie nicht mehr ganz bei sich war, dadurch konnte sie nicht mehr gut führen.

    Vor zwei Jahren war sie in einer Negativspirale im Job. Sie hat sich eine Übung auferlegt: jeden Tag einer random Person ein random Kompliment machen. Klingt banal, verändert aber was. Du suchst plötzlich nur noch nach positiven Dingen. Das hat ihren Blick wieder aufs Positive gelenkt.
    Bei Henkel musste sie feststellen: nicht ihre Welt. Heimweh. Sie war in Düsseldorf, als die Krebsdiagnose eines engen Freundes kam. Zwei Wochen später ist ihr Großvater gestorben. Sie dachte: das ist es mir nicht wert.

    Dann kam Ogilvy. Das Nachhausekommen. Sie kannten sie noch als Azubi, die kleine Leo kommt wieder, plötzlich ist sie deren Vorgesetzte. Fünf Jahre dort. Irgendwann kam sie an ihre Grenzen durch KI und Effizienzdruck, wollte sich nicht verbiegen.
    Sie hat sich ein Jahr Zeit genommen. Ihr ehemaliges Team hat ihr Love Letters geschrieben, berührende Nachrichten. Sie musste erst mal lernen, sich selbst so zu sehen. Aber dann hat sie gelernt: Leichtigkeit und Positives im Business-Kontext ist eine totale Stärke. Wenn du Veränderung liebst, merkst du: da liegt ein riesengroßer Hebel drin.
    So kam die Business-Idee The Fritten. November 2024, Trump-Wiederwahl, Ampelbruch, Rechtsruck. Sie hat sich gefragt: was trage ich eigentlich dazu bei dass es besser wird?

    Sie hat Gespräche mit UnternehmerInnen geführt. Was rauskam: große Angst vor Veränderungen, Negativspirale, Stillstand. New Normal gibt es nicht mehr. Daraus ist entstanden: wir müssen UnternehmerInnen an die Hand nehmen, Chancen aufzeigen. Kreativität ist der Business-Skill unserer Zeit. Sie sehen wirtschaftliche Stabilität als riesengroßen Faktor für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

    Ihre JFK-Analogie: als die USA total zerrüttet waren, sagte er: wir fliegen auf den Mond. Er hat eine Vision in die Köpfe gepflanzt. Uns fehlt gerade das Wofür.
    The Fritten hat sie mit Sia und Nils, den sie noch aus Türsteher-Zeiten kennt, gegründet. Sie ist der Kleber. Ihre Kreativberatung liegt zwischen Agentur und Unternehmensberatung. Für sie ist die Big Idea eine Wachstumsidee.

    Warum The Fritten? Schwimmbad-Pommes waren ein unbeschwerter Moment. Aber Sia sagte: eigentlich spannender ist, dass unter der Schale der Kartoffel viele Potenziale liegen. Irgendwann kam jemand durch Kreativität auf die Idee, aus der Kartoffel Fritten zu machen, eines der bekanntesten Produkte der Welt zu schaffen. Sie wollten unbedingt Fritten heißen, ein schönes prägnantes deutsches Wort. Bescheuert genug dass jeder schmunzeln muss. Genau das wollten sie erzeugen: Leichtigkeit, Positives.

    Ihr bester Ratschlag: bleib du selbst. Ihre Motivation: ihr gefällt die Welt draußen nicht. Sie will verändern, antreiben, Menschen anstecken, etwas Positives in die Welt tragen. Dieser Schwere draußen entschieden etwas entgegensetzen.
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    Behind Trigema mit Geschäftsführerin Bonita Grupp: 100 Jahre Familie

    17/05/2026 | 1 h 2 min
    Bonita Grupp ist 36, führt seit 2024 mit Bruder Trigema in vierter Generation. Schwäbische Alb, Bullarding. Gegenüber Firma aufgewachsen. Als Kind in Firma gespielt. Familienunternehmen Alltag. Wichtig: keine Stelle schaffen, über Stelle kommen, die gebraucht wurde. 2013 E-Commerce. Herausfordernde Branche.
    Wuchs mit Höhen Tiefen auf. Anfang 2000er Krise, 95 Prozent Absatz Deutschland. Seit 2020 Corona krisenerprobter. Shops schlossen, 50 Prozent Umsatz weg, 48 Stunden Maskenproduktion umgestellt. Gaskrise, vollstufige Produktion: nur Garn kaufen, Rest im Haus. Wertschöpfungstiefe 78 Prozent. Gasverbrauch reduzieren, zeitweise kein Türkis. Energiesystem mehrere Beine, Sommer 60 Prozent Solar. Fachkräftemangel: 70 ehemals Geflüchtete, 42 Nationen. Jede Krise stärkt. 40 Verwaltung, 1200 insgesamt.
    Bonita seit 13 Jahren. Konzernkarrieren nicht üblich. Bulletproof Mindset. Seit fünf Jahren Krise zu Krise. Bereit zu handeln.
    2018 Personal. 1200 Mitarbeiter, 80 Prozent Frauen, 650 Näher. Nähen körperlich anspruchsvoll. Andere Länder: nur bis 40 arbeiten. Trigema: bis 40 Jahre oder länger. Deutschkurse, Integration, Wohnraum, Tiny Häuser. Marketing, Social Media. Devise: Inhouse. Nie Milliarde, okay. Agiler. Gesundes Wachstum.
    Trigema Einzige mit 78 Prozent Wertschöpfung Deutschland. Nicht Riesenmarge wie Adidas, 52 Prozent Lohnanteil. Was investierst, fließt zu 52 Prozent in Löhne. Umkreis 70 Kilometer produzieren. Nachhaltig. Textilbereich größter Umweltverschmutzer. Altkleidercontainer abgeschafft. Trigema viel Baumwollanteil. Langlebigkeit, Qualität. T-Shirts halten zehn Jahre. Kreislaufwirtschaft. 2006 erstes kompostierbares T-Shirt. Vor zwei Jahren 100 Prozent recycelte Baumwolle.
    Warum Leben so schwer? Warum nicht Asien? Bonita: Schwer machen wir nicht. Machen, was wir immer machten. Bullarding früher 26 Textilbetriebe, mittlerweile nur Trigema. Alle Produktion Ausland verlagert. Vater baute Marke auf. Andere verlagerten, gibt es nicht mehr. Einmal verlagert, immer weiter: Osteuropa, China, Vietnam, Bangladesch, Myanmar. Preisdruck nicht eingehen. Know-how vor Ort. Anfang belächelt. Mittlerweile: gut, nicht verlieren.
    Schwäbische Alb führende Textilregion Ende 19. Jahrhundert bis 70er. Wo Boden karg. Menschen arm, viele Schafe, Wolle. Urgroßvater gründete 1919 mit Bruder. Trigema: Trikotwarengebrüder Meier. Vater bekam mit, 70er 80er verlagerte, Firmen verschwanden. Am Standort bleiben, Niedergang überleben. Mitarbeiter über Generationen. Nischen: Qualität, Nachhaltigkeit, Innovation. Produktion vor Ort, kein Problem Überbestände. Corona: Poloshirts nicht gefragt, Jogginghosen. Produktion umsatteln. Monat Meeting, Trends, zwei Wochen Produkt im Markt.
    Mit Bruder gut, ergänzen sich. Vater loslassen? Nach 50 Jahren teilt weiterhin. Entschied: übergibt. 84, froh, wir übernehmen. Früh ins Unternehmen. Wertschöpfungstiefe kaum andere Europa. Bonita mit 21. Master 22, England.
    Zukunft: Mittelstand Angst KI. Wie 2000ern Internet. Nicht Angst. Möglichkeiten. Letztes Jahr Logistiksystem KI, Output 40 Prozent gesteigert. Demografischer Wandel, nächste fünf Jahre 30 Prozent Rente, 400 Leute. KI Chance.
    Nachhaltigkeit. Ehrliches T-Shirt. Textilindustrie aus Umweltverschmutzer-Ecke rausholen. Anbieter wie Temo Shein schleusen Textilien ein. Landet Müll. Aktuell Bekleidung. Über 100 Jahre weiterentwickelt. In 10 bis 20 Jahren vielleicht Putzlappen, Leute bereit Preis zahlen, okay.
    Von Familie: aktiv sein, schnell umsetzen. Vater: Probleme nicht zu groß werden. Wachsam, reagieren. Flexibel. Über 100 Jahre Ups Downs. Glück: 100 Prozent familien geführt. Nicht abhängig Investoren.
    Unternehmertum nicht Last, Berufung. Lebe, liebe Produkt. Job Hobby. Gehe Mindset raus, inspirieren. Balance. Wissen, wer man ist ohne Arbeit. Jeden Tag gerne macht. Dann bereit, nicht Stunden zählen.
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    BTS Curated mit Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Felix Banaszak

    14/05/2026 | 54 min
    Felix Banaschak ist seit 2024 Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Mit 36 Jahren, verheiratet, Vater, pendelt er zwischen Duisburg und Berlin. 2009 tritt Felix drei Wochen vor der Bundestagswahl ein, weil er Agenda 2010 ablehnte. Grüne Jugend, nach sechs Monaten Landesvorstand. 2014 zurück nach Duisburg, Kreisverband am Boden, 40.000 Euro verschuldet. 2017 Tiefpunkt: Grüne stürzen in NRW von 12 auf 6,4 Prozent. Felix ist 27, Menschen fragen: Willst du Landesvorsitzender werden? Das Muster: Felix kommt, wenn alles kaputt ist. Kampfkandidatur, Lippenpiercing, Leute sagen: Nimm das Metall raus. Januar 2018 gewählt. Mit Mona Neubaer: Wie müssen die Grünen auftreten? In viereinhalb Jahren von 6,4 auf 18 Prozent.

    2021 Bundestag, verhandelt ersten schwarz-grünen Koalitionsvertrag NRW. Am Tag der Unterschrift endet Amtszeit als Landesvorsitzender. Jahre als Abgeordneter, freie Wochenenden. September 2024: Lang und Nouripour treten zurück, steht in der Zeitung. Größte Krise seit Jahren. Felix war häufig Feuerwehrmann.

    Passt nicht in Lebensplanung. Tochter ist zwei. Wie soll er guter Parteivorsitzender und Vater sein? Präsenz größer Perfektion. Windeln wechseln, krankes Kind. Seine Frau: Vielleicht musst du es für sie tun. Zu meiner Verantwortung gehört, ihr eine Welt zu hinterlassen, in der sie gleiche Freiheitsrechte genießt. Felix und Franziska Brantner: Im Zweifel Familie vor.

    Felix trennt Rolle und Person. Hass gilt dem Vorsitzenden, nicht dem Menschen. Lob auch nicht zum Ego-Streicheln. Ricarda Lang: Ich fühlte mich wie Sprechroboter, habe mich verloren. Felix will frei sprechen. Manchmal ist schlechte Presse gute Presse.

    Felix gibt Interview im Playboy. Er will sprechen, wie Männer sich nicht aus Gleichberechtigung verabschieden. Wenn er in der Taz spricht, lesen das die, die eh zustimmen. Provokation: Femizide und neue Männlichkeit in Magazin für alte Männlichkeit. Felix bekommt Nachrichten: Ich dachte, Grüne haben mit mir nichts zu tun. Genau das Ziel.
    Felix' Politik: Familie, die sich Geld für Mallorca zusammenspart, soll sich nicht schämen. Menschen mit geringem Einkommen haben winzigen Anteil an Klimaerhitzung. Wir müssen weniger fliegen, Alternativen ausbauen. Warum kein Nachtzugnetz? Wie vorwerfen, für 30 Euro Eurowings statt 140 Euro Bahn? Ansatz: Menschen Leben ermöglichen im Einklang mit Werten und planetaren Grenzen.

    Fahrradweg: Fahrradfahrer freuen sich, Autofahrer auch. Verkehrswende aus Liebe zur Freiheit. Füreinander. Aufgabe: Politik als Politik für die vielen formulieren.
    Felix in feministischer Partei, Doppelspitzen, quotierte Listen. Ist Botschaft, wir machen Politik für Frauen, schon ganze? Oder: Politik für Gleichberechtigung, davon profitieren alle? Progressive Kräfte haben Raum gelassen. Welche Rolle wird Männern angeboten?

    Felix wird seinen Ansprüchen nicht gerecht. Eingeübte Rollenmuster. Wer sorgt für kranke Kinder? Felix hatte Anfrage für Vortrag. Antwort: Morgen bringe ich Tochter ins Bett. Seine Frau hat Termine. Seine Arbeit nicht immer wichtiger. Kita-Gruppe: außer Felix nur Mütter. Andere Väter haben viel zu tun. Vermutlich nicht.
    Warum schwer für junge Männer, Rolle zu finden? Alte Vormachtstellung in Frage gestellt. Keine Vorbilder. Neue Ordnung nicht etabliert. Unsicherheit. Starker Mann über TikTok sagt, geh pumpen, findet Resonanz. Kriegt man Keil rein, dass daraus nicht wird: Deswegen unterwerfen?

    Patriarchat nicht weg. 32 Prozent Frauenanteil Bundestag, gleich wie 90er. Gewalttaten gegen Frauen steigen. Toxische Männlichkeit, da ist was dran. Männer sind Teil des Problems. Aber nicht genetisch verdammt. Welches Bild wird angeboten?

    Felix' Motiv: In Menschen etwas wecken. Wenn er erzählt und sieht, das macht was, gehen Leute raus mit Motivation. Felix nicht zufrieden mit Welt. Will nicht niederbrennen. Welt gestalten. Bester Ratschlag: Bei sich bleiben. Man ist am stärksten bei sich. Wenn man sich verbiegt, geht es schief.

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    Behind nunc mit Co-Founder Dominik Maier: Any Beans & perfekter Kaffee

    10/05/2026 | 1 h 39 min
    Max trifft Dominik Maier, einen der drei Gründer hinter Nunc. Mit Nunc haben sie den Genussgraben überbrückt. Stell dir vor, du gehst ins Lieblingscafé, bekommst einen Flat White. Dann gehst du nach Hause und da fällt das ab. Das nennen sie Genussgraben. Viele würden gerne zum Barista werden. Das hat zur Folge, dass wenige Menschen dieses Erlebnis zu Hause bekommen. Die Vision mit Nunc war, müsste das nicht anders gehen? Könnte man nicht Convenience und Qualität nach oben entwickeln?

    Fast forward, heute sind sie im Nunc Studio. Man könnte auch in Berlin, München, Konstanz ins Studio gehen.
    Der Spülmaschinen-Moment. Er hat seine Mitgründer getroffen und wusste, Bauchgefühl stimmt. Es geht darum, die gleichen Werte zu vertreten. Durchzechte Nacht, aber wir stehen zusammen da und räumen die Küche auf. Like-minded people, unterschiedliche Kompetenzen, aber gemeinsam anpacken.

    Sie haben zu dritt gegründet. Marius ist Luft- und Raumfahrtingenieur, bei NASA Ames gearbeitet. Kümmert sich um Produktion, Produkt, Daten. Markus hat Medizintechnik gemacht, war in Brasilien, hat dort seine Liebe zum Kaffee gefunden. Dominik macht BWL, schaut durch Schlüssellöcher. Durfte 60 Länder, über 10.000 Leute coachen. Er hat gesehen, was nicht funktioniert. Da kommt die Überzeugung her, bei Neuartigem auf die Menschen schauen, nicht auf die Technologie.

    Ideas are cheap. Am Schluss geht es um Execution. Unternehmertum kommt von Unternehmen, nicht von Unterlassen. Das bringt wenig, wenn du Ideen nicht umsetzt. Das zeichnet ein Team aus.
    Die Vision hinter Nunc war, no more bad coffee. Neun von zehn Erwachsene trinken täglich Kaffee. Weltweit ist Kaffee eines der meistkonsumierten Getränke. Wir sind im letzten Jahrhundert stehen geblieben.
    Scheitern. Sie haben am Shutter-Mechanismus über 100 Varianten ausprobieren müssen. Jedes Mal machst du einen Versuchsaufbau und merkst, es funktioniert nichts. Der Algorithmus. Sie mussten 200.000 Shots machen. In Konstanz stehen nachts Studenten und machen einen Shot nach dem anderen, müssen vermessen, Sensordaten erfassen. Jede Nacht, über ein Jahr.

    Any Beans. Neun Sensoren eingebaut, Algorithmen geschrieben, 120 Mal Mechanismus 3D drucken. Du baust vier Jahre, du scheiterst 119 Mal. Nicole, vierfache deutsche Baristameisterin, im Team. Schweizer Baristameister, holländische Baristameister, Weltbarista-Champions zur Seite. Die Hypothese war, wenn man genügend Daten hat, müsste man das, was ein Barista kann, übersetzen können. Sie mussten 200.000 Shots machen.

    Kundenzentrisch. Vor fünf Jahren haben sie gesagt, in der Branche wird wenig über den Kunden ins Zentrum gestellt, sondern die Technik. Die Branche war Technik und Maschinen fokussiert. Viele fühlen sich nicht abgeholt. Wenn dir das klar wird, baust du die Firma rund um den Kunden. Sie geben kleine Legomännchen an jeden im Team. Das ist der Kunde. Bei Diskussionen stellen sie den Kunden ins Zentrum.
    KI und Daten. KI ist kein Selbstzweck, sondern sollte dienen. Das nennt er Lipstick on the Pick-Syndrom. Viele Hersteller machen das. Ich habe was und klebe KI drauf. Aber es ist ein schlechtes Produkt. KI ist eine Art, Kundenmehrwert zu erzeugen. Das geht nur mit Daten. KI ist nutzlos ohne Daten.

    Faszination über Leidenschaft. Leidenschaft hat die Gefahr, dass sie dich ausbrennen kann. Deswegen ist er zu Faszination übergegangen. Selbst wenn er wenig Energie hat, wacht er auf und denkt, ich bin fasziniert. Mit Faszination kommt er weit.

    Founder Day. Einmal im Monat haben sie einen Founder Day. Health of the Company, KPIs durchgehen, strategische Arbeit. Ganz wichtig, der Tag startet und endet mit, wie geht es dir? Die erste Stunde geht es nicht um KPIs, sondern wie geht es uns dreien?

    Ratschlag. Erst die Axt schärfen, dann den Wald. Je mehr Klarheit man hat, desto besser. Einfach Klarheit schaffen, Axt schärfen. Da kann einem KI helfen, ein Mensch, ein Gespräch.
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    BTS Curated Brabus mit CEO Constantin Buschmann

    07/05/2026 | 1 h 11 min
    Max trifft Constantin Buschmann, 41, Eigentümer und CEO von Brabus. Jemand hat ihm gesagt, er hätte ein 20-jähriges Dienstjubiläum. Er war geflasht, weil er nie nachgedacht hat, wann er angefangen hat. Brabus ist ein Familienunternehmen. Sein Vater hat das 1977 angefangen. Er hatte die Chance, das mit ihm zusammen zu machen, bis er plötzlich verstorben ist. Und er den Laden übernommen hat.

    Es ist eine Achterbahnfahrt. Die geht nach oben und nach unten. Unternehmertum bedeutet, das gar nicht wissen zu können.
    Du kommst an einen Punkt, wo du dich fragst, sind das deine Entscheidungen? Wenn du den Job ernst nimmst und nicht nur der Erbe bist, sondern sagst, ich übernehme Verantwortung. Verantwortung kannst du nicht simulieren. Hier kommen jeden Tag 500 Menschen zur Arbeit. Die sich darauf verlassen, dass da einer aufsteht mit der richtigen Festplatte. Du kannst in die Verantwortung gehen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Oder rausgehen. Aber in diesem Halbzustand wird das Unternehmen zugrunde gehen. Klarheit, Konsequenz, Verantwortung sind die Währungen. Nicht Geld. Geld ist der Treibstoff.

    One Second Wow. Das ist die Mission von Brabus. Der Grund, warum sie jeden Morgen aufstehen. Sie machen Luxusprodukte, die dich sofort begeistern sollen. Du stehst vor dem Auto und denkst, boah, ja. Du hast in einer Sekunde keine Zeit, rational Design zu untersuchen. Du gehst entweder rein oder weiter.

    Er hat damals den Laden gesehen. Sein Vater hat sich wirklich totgearbeitet. Er ist durch den Laden gelaufen. Er hat zu den Technikern gesagt, ihr könnt Design zeichnen, 3D Bauteile konstruieren. Warum warten wir, bis Mercedes-Benz eine neue E-Klasse über den Zaun schmeißt? Dann machen wir Front, Seite, Heck, Räder, Fahrwerk, Motor. Und dann schlafen wir wieder ein. Der größte OEM-unabhängige Tuner für Mercedes-Benz. Das war die Identität. Bis 2018. Sie haben Autos fotografiert auf weißem Fliesenboden. Photoshop? Was ist das? Sie waren 0,0 digital aufgestellt.

    Er hat gedacht, habt ihr nachgedacht, ein Motorrad zu designen? Warum nicht ein Boot? Was ist die Welt der Kunden? Das ist der entscheidende Switch. Der Kunde, der sich für ein Auto interessiert, interessiert sich auch für ein Boot, ein Motorrad, ein Wohnmobil, vielleicht ein Apartment.

    Fashion Show für Autos war ein Ding, was er rumgetragen hat. Ihm haben erzählt, du bist total bekloppt. Er fand es langweilig, wie der 300. Auto auf die 300. Bühne fährt. Sie haben das gemacht, weil er es nicht aus dem Kopf gekriegt hat. Und auf einmal kriegt er zweieinhalb Milliarden Impressions. Ist ja so gaga. Gleichzeitig legt das die Latte für den nächsten Legostein so hoch.

    Unternehmer sind Funkenfänger. Die Funken sind die Ideen. Millis Creative Director und sie ist der Funke. Dass Millie Creative Director ist, hat nichts damit zu tun, was er mit ihr zusammen ist, sondern sie ist eine wandelnde Zeitgeistmaschine. Der Maßstab, den sie gegenseitig an sich anlegen, ist der absolut härteste.
    Die Amazon-Serie One Second Wow ist eine konsequente Fortsetzung dessen, was sie auf YouTube, TikTok, Insta tun. Du kannst nicht bei YouTube eine Welt zeigen und bei Amazon Prime eine andere. Das muss funktionieren. Das ist Authentizität.

    Wenn Menschen ihre Meinung sagen, ist das in Ordnung. Es ist meine Aufgabe, damit umzugehen. Die zweite Kategorie ist, wo er klaren Strich zieht. Wenn Millie eine Nachricht bekommt, wenn wir das nächste Mal sehen, stechen wir dich ab. Damit kannst du nur auf eine Art umgehen, nämlich deinen Anwalt anrufen und eine Anzeige erstatten.

    Ein Ratschlag: TTB, Time to Broke. Wenn du Mist baust und das systematisch tust, bist du in drei, vier Jahren pleite. Größe ist nicht entscheidend. TTB ist immer gleich. Mit dem Erfolg steigt das Risiko. Risiko und Erfolgschancen halten sich immer die Waage. Du musst jeden Tag aufstehen und Gas geben. Wenn du das nicht selber tust, wird das niemand anders für dich übernehmen.
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Acerca de BTS Podcast | Real Stories. Unfiltered.
Ein Blick hinter die Kulissen der Menschen und MarkenMax versteht es meisterhaft, tiefgründige Gespräche zu führen, die über die Oberfläche hinausgehen. Sein Ansatz ist geprägt von kritischen Fragen und ehrlicher Neugier. Ob es um Skalierung, Bootstrap oder kreative Markenstrategien geht – Max schafft es, komplexe Themen verständlich zu machen und dabei eine Verbindung zwischen Business und Menschlichkeit herzustellen. Mit seiner Leidenschaft für authentische Geschichten beleuchtet er nicht nur die Erfolge, sondern auch die Herausforderungen und Rückschläge seiner Gäste. Dabei schafft er eine Atmosphäre des offenen Austauschs, in der sich seine Gesprächspartner wohlfühlen und ihre Erfahrungen teilen können.Marketing trifft auf MenschlichkeitDer neue Fokus von *Behind the Scenes* verbindet Marketing mit der persönlichen Ebene. Max zeigt auf, wie Personal Branding nicht nur Unternehmen voranbringen kann, sondern auch Menschen dabei hilft, ihre Einzigartigkeit sichtbar zu machen. Seine Expertise in der kreativen Markenbildung – kombiniert mit seiner Fähigkeit, Geschichten lebendig zu erzählen – macht den Podcast zu einer unverzichtbaren Ressource für alle, die sich für Marketing und Unternehmertum interessieren.Von München aus in die WeltBasierend in München, einem Zentrum für Innovation und Kreativität, bringt Max Ostermeier globale Perspektiven in seinen Podcast ein. Seine Gespräche sind nicht nur informativ, sondern inspirieren dazu, neue Wege zu gehen – sei es im Business oder im persönlichen Wachstum.Mit Behind the Scenes lädt Max dazu ein, die Geschichten hinter den Kulissen zu entdecken: von visionären Gründern über kreative Köpfe bis hin zu inspirierenden Persönlichkeiten aus Marketing und Branding. Es geht darum, den Menschen hinter dem Erfolg sichtbar zu machen – ehrlich, nahbar und voller Energie. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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