Bahnhofskino – Der Filmpodcast von A bis Sleaze
Patrick Lohmeier

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Spielfilmen: David Fincher 1992–1997 (Alien 3, 1992; Sieben – Se7en, 1995; The Game, 1997)
03/11/2026 | 2 h 21 minAls wir im Januar 2020 mit #Spielfilmen begannen, stand der Name David Fincher in den Top 3 der Liste von Filmschaffenden, über die wir unbedingt im Podcast sprechen wollten. Da wir bereits einige Jahre zuvor im Schnelldurchlauf durch die erfolgreiche Hollywoodkarriere des Regisseurs gerauscht waren, musste sich Mister Fincher aber noch ein bisschen gedulden, bevor wir uns ausführlicher (und mit graueren Haaren auf dem Kopf) mit seinem filmischen Oeuvre auseinandersetzen. Das beginnt gleich mit einem Paukenschlag, nämlich der von Chaos, Stress und Zorn befeuerten Produktion von Alien 3 (1992), über den sein Regisseur heute kein nettes Wort mehr verliert. Ganz anders der einflussreiche Megahit Sieben (Se7en, 1995), den Dennis als Geburtsstunde seines Fincher-Fandoms benennt und drei Jahrzehnte später immer noch für Gänsehaut sorgt. Und auch für The Game – Das Spiel seines Lebens (1997) schlagen unsere Herzen recht hoch, obwohl wir zum Regelwerk des Films bzw. Drehbuchs einige kritische Fragen haben …- "Too soon!" oder "Gerade richtig!"? Mein Gast Franz und ich beenden unser Gespräch mit einer ungelösten Frage. Aber auch nur, was die teils geschmacklosen Gags des heutigen Double-Features betrifft. Betreffend die Qualität von Maniac Cop (1988) und Maniac Cop 2 (1990) sind wir uns erschreckend einig. Insbesondere das Sequel löst die blutigen Versprechen ein, die das Original von William Lustig (Maniac, 1980) und Larry Cohen (Die Wiege des Bösen, 1974) nicht ganz halten kann. Das Meckern auf hohem Niveau wird uns jedenfalls versüßt durch die Anwesenheit von Genrelieblingen wie Tom Atkins, Richard Roundtree, Claudia Christian, Robert Davi und natürlich dem Mann, dessen Kinn selbst Hauptdarsteller Bruce Campbell Konkurrenz macht: Robert Z'Dar (Samurai Cop, 1990). Und wenn dabei noch ordentlich Bloodsquibs platzen und Autoreifen quietschen, ist der Videoabend mit Dosenbier und Chipstonne so gut wie gerettet, oder?
- Das Staffelfinale von Season 3 lässt mein Herz bis unters Kinn hüpfen und drei auf Maximum gedrehte Bügeleisen gleichzeitig könnten meine Gänsehaut nicht glätten. Britt-Marie hingegen fand das alles (Zitat) "ganz gut, aber etwas unterwältigend." Entsprechend emotional ist dann auch unser Gespräch um den vermeintlichen Schauprozess um Baltar, der am Ende keiner ist. Und dann wären da noch die vier Zylonen an Bord der Galactica. Hera und taucht auch wieder in allerlei Träumen auf. Und Starbuck ist zurück – und sie kennt den Weg zur Erde! Doch Britt-Marie traut dem Braten nicht.
- Kurz vor der Aufnahme erzählte mir meine fabelhafte Gästin Leena May Peters, dass sie und ihr Mann sich derzeit abends gerne durch alte Cheers-Folgen gucken. Es entbehrt also nicht einer gewissen Ironie, dass sie zur Feier des Tages mal die liebenswerteste TV-Kneipe der 80er Jahre verlässt und auf dem Barhocker im "Zum goldenen Handschuh" Platz nimmt. So ähnlich heißt nämlich nicht nur der Bestseller-Roman von Heinz Strunk, sondern auch dessen Verfilmung von Fatih Akim, der sich an einer sehr werkgetreuen Adaption versucht – mit wechselhaftem Erfolg. Leena und ich graben uns jedenfalls tief ins Milieu von Der goldene Handschuh (2019), sprechen über dessen Exploitationfaktor, gescheiterte Existenzen, Misogynie und den Ekelfaktor der gezeigten Räumlichkeiten und Gewalttaten. Wer mit sich mit den Themen Suff, Mord und dreckiger Wortwahl nicht wohl fühlt, sollte diese Folge – ebenso wie den dazugehörigen Film – aber besser aussitzen. Prost!
- Der erste Teil von "Am Scheideweg" ist viel mehr als nur ein Warm-up für das große Staffelfinale, sondern Dank vieler saftiger Konflikte und einem eskalierenden Colonel Tigh eine Klasse für sich. Wir haben jedenfalls eine Menge Spaß mit dieser Episode und Britt-Marie brennen drölfzig Fragen unter den Nägeln, die ich garantiert nicht beantworten werde. Außerdem: Wie viel verdient man so als TV-Recke vergangener Tage? Und warum läuft Battlestar Galactica nicht auch hierzulande im Stream rauf und runter? Frackin' Gods!
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Acerca de Bahnhofskino – Der Filmpodcast von A bis Sleaze
Der dienstälteste deutschsprachige Genrefilm-Podcast. Seit 2012 spricht Patrick Lohmeier mit filmbegeisterten Menschen über Kino abseits des Mainstreams. Egal, ob Horror, Action, Science Fiction, Fantasy, Eastern, Western oder Exploitation – kein Genre ist sicher.
Hier findet ihr auch alle Folgen von "Bahnhofskino Galactica" und "Spielfilmen – Der filmographische Podcast".
Feedback und Filmwünsche bitte an patrick@bahnhofskino.com.
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